Kreatives Tanzseminar mit Hand und Fuß

 

Aufwärmen, bekannt machen, bewegen und tanzen, auf eigenen Füßen stehen und handeln, malen und gestalten, Kontakt und Improvisation, erholen und ausklingen lassen

 

Jean van Koeverden, Gerlinde Thomassen und Inken Heusinger von Waldegge ist es auf eine phantastische Art und Weise gelungen, ein durchstrukturiertes, inspirierendes und motivierendes

zweitägiges kreatives Tanzseminar zu organisieren und mit einer beflügelten Leichtigkeit anzuleiten.

 

Mit voller Vorfreude auf diese Wochenende (30.11./ 1.12.02) begegneten wir, Sabrina und ich, den sechs weiteren Teilnehmerinnen und den Kursleitern im Tanzraum in Mainz.

 

„Die Füße – Sie schmerzen, sie schwitzen.(...) Sie gehen oft Wege, die sie nicht mögen.(...)“

 

Diese Auszüge aus seiner „Ode“ an die Füße von Thaddäus J. Jakubowski, nutzte Jean van Koeverden, um uns auf die Entdeckungsreise zu und mit unseren Füßen einzustimmen.

Was dann folgte, war ein „Traum“ aus Entspannung, Austausch, Sinneswahrnehmung, Kreativität, Musik und Tanz – ohne Zeit und Raum.

 

Den eigenen Füßen wurde viel Gutes getan: Sie erlebten Bewegungen, die im Alltag leider viel zu kurz kommen, wurden aus Ton würdevoll modelliert, in Partnerarbeit mit Öl massiert und vieles mehr.

Eine anschließende Reflexion über erlebte Gefühle und Wahrnehmungen rundete den ersten Tag zufriedenstellend ab.

 

Am nächsten Tag kamen wir wieder, gespannt auf Neues, zusammen und die eine oder andere Teilnehmerin berichtete lachend, sie verspüre Muskelkater in Füßen und Beinen vom vielen Tanzen, Hüpfen und Massieren.

 

Heute sollten die Hände im Mittelpunkt stehen. Gibt es Dinge, Situationen, Bewegungen, bei denen deine Hände nicht beteiligt sind?

Dieser Frage stellten wir uns, indem wir uns ganz in unsere Hände hineinfühlten.

Wieder wurde Tänzerisches mit Kreativem verwoben; die Hände durften, wie zuvor die Füße, ganz Kind sein, wild durch die Luft wirbeln, streicheln und schlagen.

Ein liebevoll „zubereitetes Farben- und Materialienbuffet“ lud verlockend ein, nun die Hände kreativ darzustellen.

Das Zusammenfügen von Händen und Füßen zu einem gemeinsamen, individuellen Bild, machte den „Tanzraum“ zu einer Galerie, durch welche die Teilnehmerinnen im Anschluss gemeinsam gingen, um sich jeden Ort der Würde zu betrachten.

 

Der Abschied fiel uns allen schwer, denn die zahlreichen gemeinsamen Tanzelemente und die Kreativität machten uns als Gruppe einzigartig!

 

 

Wir denken, dass wir als angehende Ergotherapeutinnen, eine Menge lernen konnten; wir durften einen perfekt angeleiteten Workshop erleben und an vielen tänzerischen und kreativen Themen / Elementen teilnehmen, die uns inspirierten und motivierten, diese Aspekte vielleicht auch in der Ergotherapie anzuwenden!

 

Ein einmaliges Erlebnis, eine wichtige Erfahrung und eine Bereicherung der Persönlichkeit und somit an alle Interessierten herzlich zu empfehlen.

 

„Tanze und du bist dem Himmel näher.“

 

Sabine Osten für ERGO-LIFE